 |
Logistik: Im Hafen können sogar Hochseeschiffe anlegen |

 |
 |
| Der 2400-Tonnen-Tanker "Nin Hua 402" (links) nimmt im Hafen der BASF-YPC Ethylenglykol für Yizheng an Bord. |
 |
"Was Sie hier sehen, ist logistisch betrachtet das beste an Nanjing: Der Jangtse", sagt Michael Dries, Leiter der Abteilung Logistik bei der BASF-YPC. Wir blicken auf ein riesiges Gewässer und bemerken: Was aussieht wie ein Meeresarm, ist in Wirklichkeit ein gigantischer Strom.
Kein Wunder: Wir sind weit im Landesinneren, die Ostchinesische See beginnt erst 300 Kilometer von hier. Gut zwei Kilometer entfernt können wir im Dunst wage das andere Ufer erahnen. "Stellen Sie sich vor: Der Fluss ist hier etwa 25 Meter tief - und das ist nur ein Seitenarm des Jangtse, der Hauptstrom ist noch größer", sagt Dries und seine Augen glänzen begeistert.
"Das bedeutet: Wir können den Standort Nanjing mit Hochseeschiffen anlaufen - Riesenkähne bis zu 20.000 Bruttoregistertonnen." Im Moment liegen im Hafen der BASF-YPC nur zwei vergleichsweise kleine Schiffe: Der Frachter "Gan Feng Cheng Hua 0035", der C9-Kohlenwasserstoffe nach Wu Jiang bei Shanghai bringt. Und außerdem der 2400-Tonnen-Tanker "Nin Hua 402", der gerade Ethylenglykol für Yizheng an Bord nimmt. Das ist gerade mal 50 Kilometer entfernt. "Sie sehen: Schiffstransport lohnt sich hier auch auf kurze Distanzen", sagt Dries. "Auf der Straße wäre das die Fracht für hundert Tanklaster."
|

 |

Jede zweite Gütertonne per Schiffstransport


 |
 |
| BASF-YPC-Mitarbeiter Pan Yongqiang im Kontrollraum des Hafens. |
 |
Der Standort verfügt an seinem Flusshafen über drei schwimmende Plattformen, an denen Schiffe anlegen können. Über 18 Ladearme können insgesamt 18 verschiedene Produkte verladen werden. Damit bei einem Produktaustritt beim Verladen nichts passiert, sind die Schiffe mit einer schwimmenden Sperre umgeben: Sie sorgt im Ernstfall dafür, dass austretendes Produkt nicht den Jangtse verschmutzt, sondern vor Ort entsorgt werden kann. Jede zweite der 1,7 Millionen Tonnen Produkt, die bei der BASF-YPC in Nanjing hergestellt werden, verlässt das Werk per Schiffstransport. Nanjing liegt an der wichtigen Eisenbahnstrecke Shanghai-Beijing, auch gut ausgebaute Autobahnen verlaufen in der Nähe des Werks. Die Straße macht 35 Prozent, die Eisenbahn 10 Prozent des Güterverkehrs aus - der Rest entfällt auf Pipelines.
"Und dann haben wir noch die Eselskarren", grinst Dries. "Nicht dass die BASF Produkte mit Eselskarren transportieren würde, aber manchmal benutzen die Fremdfirmen sie - zum Beispiel wenn der Gärtner seine Gerätschaften ins Werk bringt. In China sind Eselskarren eben noch ein gängiges Transportmittel."
|

 |
|
 |
|
|