Rund 6000 Menschen sterben täglich, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Die UN haben den verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser als Millenium Development Ziel definiert. BASF hat ihre Emissionen ins Wasser in der Vergangenheit bereits drastisch reduziert. Daneben entwickelt sie Produkte, die die Trinkwasserqualität verbessern. ABATE® beispielsweise, vernichtet die Larven Krankheiten übertragender Insekten in stehenden Gewässern. Mit Hilfe dieses Produktes ist es gelungen, den in Afrika vorkommenden Guineawurm fast vollständig auszurotten. Dieser Parasit verursacht beim Menschen schmerzhafte Infektionen. Das Granulat ARM 300 wiederum reinigt Trinkwasser von Arsen und wird vor allem in den USA eingesetzt. Weiterhin stellt BASF Spezialpolymere her, die die Lebensdauer von Entsalzungsanlagen, die zur Trinkwassergewinnung eingesetzt werden verlängern. Neben einzelnen Produkten bietet BASF ihren Kunden für den Umgang mit Wasser und Abwasser im Rahmen der Success-Initiative auch Gesamtlösungen an: vom Abwassercheck bis zum vorbeugenden Gewässerschutz.
Energieffiziente Technologien in China präsentiert
Im Rahmen der Initiative "Deutschland und China - gemeinsam in Bewegung" stellte BASF Ende 2007 in einem Pavillon auf der Deutschlandpromenade in Nanjing energieeffiziente und nachhaltige Technologien in den Bereichen Bau- und Automobilindustrie vor. Über 80.000 Besucher zeigten großes Interesse an den nachhaltigen Technologien, die einen großen Beitrag zum Umweltschutz in China leisten können. Der Pavillon bietet dem breiten Publikum und Experten gleichermaßen die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Für China sind nachhaltige Lösungen in den Wachstumsbranchen Bauen und Mobilität von besonderem Interesse, da im Vergleich zu konventionellen Lösungen Umweltbelastungen reduziert werden können. Besonders geschätzt wurde auch das Kids-Lab, in dem Kinder spielerisch Zugang zur Chemie erhalten. Im Rahmen der deutsch-chinesischen Initiative wird der BASF Pavillon nach Nanjing auch in andere chinesische Großstädte weiterziehen. Die Initiative wird 2010 abgeschlossen sein. Mit dieser Präsentation von nachhaltigen Technologien und Materialien will BASF zum partnerschaftlichen Wissenstransfer und zur nachhaltigen Entwicklung in China beitragen.
Pilotanlage zur CO2-Abtrennung in Kohlekraftwerken
BASF entwickelt mit RWE Power und der Linde Group neue Verfahren zur CO2-Abtrennung aus Verbrennungsabgasen von Kohlekraftwerken. Die Zusammenarbeit sieht den Bau und den Betrieb einer Pilotanlage an einem Braunkohlekraftwerk der RWE Power AG vor. Dort werden neu entwickelte Technologien und Lösungsmittel der BASF zur CO2-Abtrennung erprobt - die so genannte CO2-Wäsche. In der geplanten Pilotanlage sollen diese Lösungsmittel im Langzeittest eingesetzt und prozess- sowie anlagentechnische Erkenntnisse zur Optimierung der CO2-Abtrenntechnik gewonnen werden. Ziel ist es, die CO2-Abtrennung in Braunkohlekraftwerken bis 2020 kommerziell zum Einsatz bringen zu können. Auf Grundlage dieser Technik könnten mehr als 90% des CO2 aus Verbrennungsgasen eines Kraftwerks entfernt und anschließend einer Speicherung im Untergrund zugeführt werden. Bereits seit 2004 arbeiten RWE und BASF in dem von der EU finanzierten Projekt CASTOR zum Klimaschutz zusammen. Hierbei wird die Abtrennung und Speicherung von CO2 gemeinsam mit europäischen Universitäten erforscht. Nach erfolgreichen Pilotversuchen soll 2010 über eine nachfolgende Demonstrationsanlage entschieden werden.
Ein vor über fünfzig Jahren von BASF entwickelter Werkstoff - ein Polyamid auf Basis der Sebacinsäure - erlebt eine Renaissance. BASF präsentierte auf der weltgrößten Kunststoffmesse Ultramid® BALANCE. Es besteht zu ca. 60 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Sebacinsäure, der aus Rizinusöl gewonnen wird. Der neue "alte" Werkstoff vereint Produkteigenschaften wie gute Kaltschlagzähigkeit mit einer für Polyamide relativ geringen Dichte, so dass beispielsweise beim Automobilbau Gewicht und damit Kosten sowie Emissionen eingespart werden können. Das neue Polyamid besitzt somit ein erweitertes Einsatzspektrum. Neben Ultramid® BALANCE hat BASF einen weiteren Kunststoff im Portfolio, der zu einem beträchtlichen Anteil aus Rizinusöl hergestellt wird: Die BASF-Tochter Elastogran hat ihr neues Polyol Lupranol® BALANCE 50 bereits vorgestellt. Daraus können Blockschaumstoffe für die Matratzenherstellung gefertigt werden. Rizinusöl wird aus den Samen des sog. Wunderbaumes gewonnen. Bei der Herstellung von Lupranol® BALANCE 50 werden 31 Prozent Rizinusöl eingesetzt. Dieser sehr hohe Anteil von nachwachsendem Rohstoff im Fertigprodukt ist ein Durchbruch bei Polyurethan-Basisprodukten. Ermöglicht wurde er durch den Einsatz modernster Katalysatortechnologie der BASF.
Neue Forschungskooperation für effizientere Photovoltaikzellen
G24 Innovations Limited (G24i) und BASF haben eine Entwicklungskooperation bekannt gegeben. Die beiden Unternehmen werden ein Programm zur Entwicklung ionischer Flüssigkeiten und Formulierungen starten, das die Leistungsfähigkeit und den Wirkungsgrad der auf einer Dünnschichttechnologie beruhenden Farbstoff-Solarzellen von G24i weiter verbessern soll. Die Photovoltaikzellen von G24i nutzen ein größeres Lichtspektrum als herkömmliche Solarzellen, sodass diverse Lichtquellen selbst bei relativ geringer Lichtintensität als Stromquelle infrage kommen. Der dabei eingesetzte Prozess ist mit der pflanzlichen Photosynthese vergleichbar, wobei ein spezieller Ruthenium-Farbstoff die Rolle des Chlorophylls übernimmt und in einem chemischen Prozess aus Licht elektrische Energie erzeugt. Die speziell auf das System von Elektroden und Farbstoff abgestimmten ionischen Flüssigkeiten tragen wesentlich dazu bei, dass die Stromerzeugung in der Solarzelle zuverlässig und stabil erfolgen kann. Bei dieser Entwicklungskooperation bringt BASF weit reichende Erfahrung im Bereich ionischer Flüssigkeiten ein, die in gleichem Maße genutzt werden wie die hochautomatische Farbstofftechnologie für Solarzellen des britischen Unternehmens G24i.
Die ULTRA-Cool® Lackierungs-Technologie von BASF konnte bei der Ökoeffizienz-Analyse überzeugen. Sie wird bei der Isolation von Hausdächern verwendet und funktioniert durch Reflexion der Strahlung. Getestet wurden herkömmliche Materialien zum Dachbau. Die Methode und die Ergebnisse wurden von unabhängigen Institutionen in den USA und Deutschland bestätigt. Die ULTRA-Cool® Lackierungs-Technologie erhöht das Reflexionsvermögen von Farben bei Sonneneinstrahlung. Hierdurch kann - insbesondere bei dunkeln Farben - ein Einsparungseffekt für die Kühlung von Gebäuden erzielt werden. Dies reduziert die Emissionen von CO2 und die damit verbundenen ökologischen und monetären Kosten. Entwickelt wurde das Produkt von BASF Corporation. Einsatz findet die ULTRA-Cool® Lackierungs-Technologie besonders in den heißen Südstaaten der USA.
BASF Brasilien hat ein Pilotprojekt mit Mitarbeitern zur Reduktion privater CO2-Emissionen begonnen. Das Projekt soll das Bewusstsein für den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen im Haushalt schärfen. Es findet in Zusammenarbeit mit dem von BASF gegründeten regionalen Kompetenzzentrum für Ökoeffizienz "Espaço ECO" statt. Insgesamt beteiligen sich 1500 Mitarbeiter, die nicht nur selbst geschult, sondern auch als Multiplikatoren ausgebildet werden, um das Wissen an andere Mitarbeiter weiterzugeben. Eine erste Praxiserfahrung für die Multiplikatoren ist die Errichtung eines CO2-neutralen Hauses. Ziel für das erste Jahr des mehrjährigen Projektes ist die Schulung und Weiterbildung der Multiplikatoren, später sollen die erzielten Einsparungen bewertet werden.
BASF Catalysts rüstet die ersten Nahverkehrsbusse in Peking mit SCR-Katalysatoren (Selective Catalytic Reduction) aus. Damit leistet BASF Catalysts in China einen Beitrag zur Umsetzung der Standards der Euro-Abgasnorm IV, die dort ab 2010 verbindlich gelten sollen. Bereits Ende 2007 waren etwa 450 Busse mit dieser umweltschonenden Technologie auf Pekings Straßen unterwegs. Im Laufe des Jahres 2008 sollen 600 weitere Busse mit den SCR-Katalysatoren ausgerüstet werden. Die SCR-Technologie reduziert schädliche Stickoxide (NOx) im Abgas dieser Busse um über 60%.
BASF-Haus in Nottingham - Niedrigenergie bei niedrigen Baukosten
Zusammen mit dem Fachbereich für Architektur der Universität Nottingham (UK) baut BASF ein Niedrigenergiehaus. In diesem werden die modernsten Baustoffe von BASF für eine energieeffiziente Isolierung wie beispielsweise Neopor®, Elastopor® und Micronal PCM® Smartboard verwendet. Ziel ist es, neben der Einsparung von Energie durch verbesserte Isolierung, erneuerbare Energien einzusetzen und gleichzeitig bereits in der Bauphase kostengünstig zu sein. Diese Zielsetzung wirkt sich nicht nur auf die Minimierung von Emissionen aus, sondern senkt auch die Unterhaltskosten drastisch. Zur Wärmeeffizienz trägt u. a. der Einsatz des BASF Produktes Micronal PCM® bei. Es ist ein Dämmelement, das einen Wachskern besitzt, der je nach Temperatur seine Eigenschaften ändert. Wenn die Temperatur im Sommer steigt, verflüssigt sich das Wachs, so dass Hitze absorbiert wird. Bei Absinken der Temperaturen verfestigt sich das Wachs und die bis dahin gespeicherte Wärme kann wieder abgegeben werden, so dass die Innenraumtemperaturen besser reguliert werden können. Neben BASF und der Universität Nottingham sind weitere Unternehmen an dem Projekt beteiligt.
Das BASF-Team für Transportsicherheit hat gemeinsam mit der BASF Thailand das so genannte SMILE Programm vorgestellt. Dieses Programm vermittelt Sicherheitsstandards beim Umgang mit Materialien während des Transports und beim Vertrieb. Nicht nur Zulieferer und Kunden von BASF Produkten profitieren von der umfassenden Vermittlung europäischer Sicherheitsstandards, sondern auch umliegende Gemeinden von BASF-Standorten. Die Vermittlung von Sicherheitsstandards ist ein Beitrag zum individuellen, kollektiven und ökologischen Schutz. Das Programm beinhaltet eine Kooperation mit der lokalen Regierung. Zusammen mit dem Department for Industrial Works wird das Informationsinstrument ERI-Cards (Emergency Response Intervention Cards) allen Stakeholdern online zur Verfügung. Bei der Auftaktveranstaltung waren ca. 50 Unternehmen u.a. aus den Bereichen Transport, Vertrieb und Dienstleistung vertreten. Nach Thailand soll das Programm auf weitere Länder wie China oder Malaysia ausgeweitet werden.
Die Nachhaltigkeitskommunikation von BASF wurde im Dezember 2007 mehrfach ausgezeichnet. Die Agentur Jungle Rating hat die Nachhaltigkeitsinternetseiten der 53 im Dow Jones Sustainability Index gelisteten internationalen Unternehmen bewertet und BASF auf die Spitzenposition gesetzt. Hervorgehoben wurde Qualität, Transparenz sowie die Aktualität der Nachhaltigkeitsinformationen. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin bewertete die Berichterstattung der 150 größten deutschen Unternehmen. Als bestes Chemieunternehmen belegt BASF insgesamt Rang 3 und punktete vor allem im Bereich Soziales. Dr. Lothar Meinzer, Leiter des Sustainnability Centers nahm im Dezember den Preis entgegen.
BASF, Evonik, SAP und econsense starten Europatour mit 1. Dialog-Workshop Unter dem Titel "Demografischen Wandel in Europa gemeinsam gestalten" diskutierten rund 60 Experten aus Politik, Gewerkschaften, Wirtschaft und Wissenschaft beim 1. Dialog-Workshop Ende 2007 in Berlin, wie die Herausforderungen der demografischen Entwicklung bewältigt werden können. Eingeladen hatten econsense gemeinsam mit BASF, Evonik Industries und SAP. Das bereits Anfang des Jahres gegründete Laboratory 'Demographic Change' ist in die Allianz der Europäischen Kommission für CSR - einer Partnerschaft von Politik und Wirtschaft eingebettet. Es sollen unternehmensbezogene Lösungsoptionen zum demographischen Wandel identifiziert werden. Neben Vertretern des Bundestages, der Gewerkschaften, des Finanzmarkts sowie einer Verterin der Wissenschaft, beteiligte sich BASF als Mitinitiator des Laboratorys an der Podiumsdiskussion. Die Ergebnispräsentation findet im April 2008 bei einer Konferenz in Brüssel unter Schirmherrschaft von EU Kommissar Vladimir Spidla statt. Dieser überzeugte sich bereits anlässlich des CSR Marketplace im November 2007 in Brüssel von BASF-Maßnahmen.